Mein Kind sollte früher schlafen.

 

Wie ergibt dieser Satz denn Sinn?? Hast du das auch gerade gedacht? Lass dich überraschen und scheibe mir gerne dein Feedback. Viel Spaß beim Lesen und Mit-Worken. 😊 <3

Situation: Ostersonntag. Es ist 21:30 Uhr und ich sitze immer noch am Bett meines Kindes und halte seine Hand. Schon über 1,5 Stunden. Sobald ich auch nur versuche mich zu bewegen schlägt mein Kind die Augen auf und sagt „Mama kuscheln?!“. Eine Mischung aus flehender Bitte und eindeutiger Aufforderung. Resigniert bleibe ich also sitzen und merke wie ich immer ungeduldiger und genervter werde. Immer häufiger schaue ich auf die Uhr. Und immer häufiger und lauter wird der Gedanke „Mein Kind sollte früher schlafen.“ Hin und wieder auch verbunden mit „Mein Kind sollte endlich schlafen.“ Allerdings scheint vor allem die Uhrzeit meinen Stress zu verursachen, daher entscheide ich mich für „früher“ und fange direkt damit an, mir den Gedanken mit The Work von Byron Katie genauer anzuschauen.

1) „Mein Kind sollte früher schlafen.“ Ist das wahr? – Ich schließe meine Augen, atme tief ein und aus. Vor meinem inneren Auge tickt eine riesengroße Uhr und grell leuchtet darauf 21:30 Uhr auf. „Ja verdammt.“

2) „Mein Kind sollte früher schlafen.“ Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist? – Ich spüre nochmal in mich hinein. Das Ja ist immer noch da. Aber ein klein wenig weniger laut. Ich atme nochmal tief ein… und mit einem seufzen wieder aus. Ich kann nicht genau sagen, warum ich jetzt wanke.. aber das „Nein.“ Ist jetzt deutlicher als das „Ja.“ Also Nein.

3) Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst? – Ich werde super ungeduldig. Ich sitze neben ihm, halte seine Hand und bin in Gedanken bei all den Sachen, die ich jetzt lieber machen möchte. Ich sehe den Berg Wäsche vor mir. Die unaufgeräumten Zimmer. Den Berg dreckigen Geschirrs in der Küche der gespült werden muss.. Puh.. Wann soll ich das alles machen? Ich habe keine Lust jeden Tag bis spätabends, teilweise spätnachts noch den Haushalt machen zu müssen. Ich denke an den Film, den ich gerne schauen würde, das Buch, das ich gerne lesen würde, die Mails die ich noch schreiben muss. Ich bin froh, dass ich für heute kein Coaching auf 21 Uhr angesetzt hatte – das wäre mal so gar nicht möglich gewesen. Ich bin total im Stress. Der Druck wird immer größer und ich selbst immer kleiner. Ich fühle mich wie eine Gefangene der Umstände. Wie ein Opfer des Schlafverhaltens meiner Kinder. Ich sehe vor mir, wie ich mich von morgens bis abends zwischen Job, Kindern und Haushalt aufreibe. Selbstbestimmung? Null! Freiheit? Null! Privatleben? Ha! Hobbies? Was ist das? Zeit für mich? Da kann ich nur lachen… oder weinen. Wie machen das andere nur? Ich scheine damit komplett überfordert zu sein. Ich zweifle an mir und daran, ob ich das gerade richtig mache. Ich erinnere mich an all die vielen Vorschläge / Ratschläge die ich erhalten habe. „Du musst das Kind einfach ins Bett legen und rausgehen.“ „Bring das Kind halt früher / später ins Bett.2 Je nachdem, wen man gerade fragt. „Das Kind muss sich tagsüber mehr auspowern.“ Habe ich doch etwas falsch gemacht? Wieso schläft mein Kind einfach nicht ein? Warum braucht mein Kind dafür so lange? WAS MACHE ICH FALSCH? Ich merke, dass da eine ganz tiefe Angst hoch kommt „ich mache etwas falsch“. „Ich habe etwas falsch gemacht.“ Das sollte ich auch mal worken. Ist das wirklich wahr? Ich mache mir in Gedanken eine Notiz für eine andere Work und kehre zurück zum Gedanken „Mein Kind sollte früher schlafen.“. Welche Emotionen tauchen auf, wenn du diesen Gedanken glaubst? Ich bin soooooo genervt! Ärger, Wut, Verzweiflung, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit. Und noch mehr Verzweiflung! Unsicherheit. In extremen Ausmaßen. Ich werde immer unruhiger. Kann kaum noch still sitzen. Kann nicht tief und ruhig atmen. Ich will hier nur noch weg. Ich will mich endlich um all die anderen Sachen kümmern und meine To-Do-Liste endlich mal wieder nicht nur anfangen, sondern abarbeiten. Wozu bist du nicht in der Lage, wenn du den Gedanken glaubst? Das ist übrigens meine Lieblingsfrage. Das ist jedes Mal, wie wenn eine Tür aufgestoßen wird. Ich bin nicht in der Lage einfach entspannt neben meinem Kind zu SEIN. Zu meditieren. Zu kuscheln. Diese Zeit mit meinem Kind zu genießen. Ich bin nicht in der Lage liebevoll mit mir zu sprechen. Mild zu mir zu sein. Zu sehen, was für eine tolle Mama ich bin. Dass ich das Abend für Abend mache und mir diese Zeit für meine Kinder nehme. Das ich diese Zeit FÜR UNS habe. Ich bin nicht in der Lage andere Lösungen zu sehen. Nicht in der Lage die To-Do Liste zu zerreißen und aus meinem Kopf zu verbannen. Was bringt es dir, an diesem Gedanken festzuhalten? Bei der Antwort muss ich schmunzeln. Ich habe davon, dass ich am nächsten Tag sagen kann „Ich wollte ja die Küche putzen – aber weil mein Kind nicht früher schlafen wollte, bin ich nicht dazu gekommen. Das bringt mich zum Lachen. Der Gedanke macht mich auch zum Teil der Gemeinschaft, von der ich mich sonst ausgeschlossen fühle. „Alle anderen“ bringen ihre Kinder um 19 Uhr ins Bett (ist das eigentlich wahr? 😉) und wir haben um 21 Uhr immer noch Remmidemmi. Mit dem Gedanken fühle ich mich zugehörig. Ich wollte mein Kind ja auch schon so früh ins Bett bringen. Ich kann gar nichts dafür, dass mein Kind jetzt noch wach ist. In wessen Angelegenheit befindest du dich, wenn du den Gedanken glaubst? Das ist jetzt spannend. Als Extrem-Workerin weiß ich natürlich, dass das die Angelegenheit von meinem Kind ist wann es einschläft. Wenn nicht sogar die des Universums. Ich glaube nämlich nicht, dass mein Kind sich bewusst dafür entscheidet JETZT einzuschlafen und bewusst dafür entscheidet JETZT wieder aufzuwachen. Die verantwortungsvolle Mama in mir will dagegen aber laut aufschreien und brüllt mir entgegen „NEIN, das ist deine eigene Angelegenheit! DU bist verantwortlich dafür, dass dein Kind genug Schlaf bekommt.“ Ist das wahr? Bin ich das? Kann ich wirklich 100%ig beeinflussen, wie viel, wie gut und wie lange mein Kind schläft? Natürlich nicht. Ich habe einen geringen Einfluss darauf. Kann Angebote machen – die mein Kind ignorieren, annehmen oder ausschlagen kann. Weil es eben nicht meine Angelegenheit ist. Ein wenig innerer Widerstand bleibt. Ganz schön hartnäckig die verantwortungsbewusste Mama in mir. 😉 Aber sie brüllt nicht mehr. Hat sich leise in ihre Ecke zurückgezogen, schmollt und schaut sich an, wie es weitergeht. Welchen Preis zahlst du, was kostet es dich, wenn du diesen Gedanken glaubst? Die Beziehung zu meinem Kind. Mein Kind merkt das ja wenn ich eigentlich keine Lust habe hier zu sitzen. Da bekomme ich direkt ein schlechtes Gewissen. Den Genuss. Ich kann ja nicht genießen hier mit ihm zu kuscheln. Es kostet mich meine Ruhe und meine Zen-Mitte. Wo sind all die Learnings aus den Meditationen in diesen Momenten hin? Welche Bilder aus der Vergangenheit und der Zukunft siehst du, wenn du diesen Gedanken glaubst? Vergangenheit: Ich sehe mich selbst als kleines Kind. Keine Ahnung wie alt ich da bin. Vielleicht 8/9? Ich kann nicht schlafen und muss aber. Ich sitze alleine in meinem dunklen Zimmer, habe Angst und wünsche mir meine Mama oder meinen Papa her. Ich weine. Und ich traue mich nicht sie zu rufen oder zu meiner Mama runter zu gehen, weil ich weiß, dass sie dann wieder genervt sein wird. Ich weiß, dass sie jetzt ihre Ruhe will und braucht. Ich weiß, sie wird vielleicht sogar ärgerlich werden und mich auf mein Zimmer zurückschicken. Scheißgefühl! Irgendwann schlafe ich mit nassen Wangen wieder ein. Will ich das für mein Kind? AUF GAR KEINEN FALL! (Kleine Anmerkung der Redaktion: Mama, das ist kein Vorwurf an dich. Ich hab dich lieb.) Gleichzeitig kommt ein Bild aus der Zukunft: mein Kind ist schon deutlich älter und ich sitze hier immer noch jeden Abend und halte Hände und verliere Stunden über Stunden während andere Eltern „ihre Zeit für sich genießen“. Dieser Gedanke erschreckt mich doppelt. Ich verliere hier doch nichts?! Und genießen die das wirklich alle? Wie viele Eltern streiten sich eigentlich sobald ihre Kinder schlafen? Puh! Der Gedanke verbirgt ja ganz schön was. Es wird Zeit mal auszuprobieren, wie es ohne ihn wäre.

4) Einmal kurz schütteln, tief ein- und ausatmen, dann geht es weiter. Mal angenommen, der Gedanke und die ganze Geschichte dahinter ist jetzt für einen Moment gelöscht. Wer oder was wärst / bist du – in der gleichen Situation – ohne den Gedanken? Ich atme erstmal ein paar Mal tief ein und aus. Lasse diese Möglichkeit tief wirken und warte einfach entspannt ab, was jetzt passiert. Ich gehe in genau die gleiche Situation zurück. Halte die Hand, sitze da und sitze da und sitze da. Und… nichts. Das war es einfach. Ohne den Gedanken ist der ganze Stress und der ganze Druck weg. Da sitze ich da einfach. Lehne mich vielleicht entspannt zurück, kuschel mich an mein Kind oder mein Kind an mich.. lege die Uhr beiseite, schließe die Augen. Ohne den Gedanken bin ich einfach entspannt. Ohne den Gedanken kann ich das Kuscheln wieder genießen. Ich will das noch weiter vertiefen, daher stelle ich mir noch ein paar Unterfragen: Wie wäre dein Leben, wenn du diesen Gedanken nicht mehr glauben würdest? Was genau würdest du dann anders machen? Ich würde mich nicht mehr an „den Anderen“ orientieren. Wer sind „die Anderen“ überhaupt? Und stimmt das wirklich alles, was ich über die und ihre Kinder glaube? Wahrscheinlich ja eher nicht. Ohne den Gedanken kann ich wieder meinem Gefühl vertrauen. Mein Kind braucht mich jetzt. JETZT und HIER. Auch gedanklich. Mein Kind hat es verdient, meine volle Aufmerksamkeit zu haben. Mein Kind hat es verdient, dass ich gerne bei ihm bin. Was also kann ich anders machen? Ich werde neugierig und habe richtig Lust, mir die Umkehrungen anzuschauen.

Umkehrung 1: Ich sollte früher schlafen.

1. Ich muss lachen. Na das ist mal garantiert richtig. 100%ig. Ständig gehe ich nach 0 Uhr ins Bett und stehe morgens spätestens um 6:30 Uhr auf. Kein Wunder das ich so müde und erledigt bin. Ich sollte früher schlafen damit ich wieder entspannter, ruhiger und liebevoller sein kann. Damit ich einfach genug Schlaf bekomme. 2. Ich sollte früher schlafen.. damit mein Kind nicht das Gefühl hat es verpasst etwas. Wenn ich hier so unruhig sitze und tausend andere Sachen gerade lieber machen würde, muss mein Kind ja denken, hier geht die Party so richtig ab, sobald er schläft. Kein Wunder, dass er da auch aufbleiben will. Das bringt mich direkt zum nächsten Beispiel:

3. Ich könnte mich ja auch direkt mit meinem Kind ins Bett legen und meinen Rhythmus anpassen. Also quasi abends früher ins Bett und dafür morgens früher raus. Das fühlt sich natürlich erstmal komisch an. Super ungewohnt. Aber machbar wäre es. Wer hat denn entschieden, dass man Filme nur abends schauen kann? Das stammt doch aus einer Zeit, als die Blockbuster alle um 20:15 liefen, es keine Aufnahmefunktion gab, es kein Netflix und Co gab, keine DVDs im Haus waren, etc. Da war das noch nachvollziehbar. Aber jetzt? Ich kann schauen was ich will und wann ich will. Warum also nicht morgens? Ich kann auch mein Buch morgens lesen. Und putzen kann ich auch morgens. Sogar besser als abends. Da vergesse ich nämlich die Wäsche nicht über Nacht in der Waschmaschine und ärgere mich dann am nächsten Tag. Interessante Idee. Ich nehme mir vor, dass mal eine Woche lang auszuprobieren. Das ist ein überschaubarerer Rahmen und ich bekomme einen guten Einblick darüber, ob das funktionieren kann.

Umkehrung 2: Mein Kind sollte nicht früher schlafen. Wie kann das in dieser Situation auch wahr sein?

1. Naja.. ist ja offensichtlich so. Mein Kind sollte nicht früher schlafen, weil es das ja offensichtlich nicht tut. Loving what is (Lieben was ist). Wie Katie sagen würde. 2. Als Halbspanierin fällt mir direkt ein weiteres Beispiel ein. Ich glaube in ganz Spanien gibt es kein Kind, dass von den Eltern vor 22 Uhr ins Bett geschickt wird. Natürlich gibt es welche, die freiwillig früher schlafen. Aber da ist das vollkommen normal, dass die Kinder draußen auf der Plaza spielen während die Eltern zusammensitzen, was trinken und quatschen. Da kommt keiner auf die Idee zu sagen, die Kinder müssten vorher ins Bett, damit man Zeit für sich hat. Da geht beides. Und scheinbar sind die dabei auch noch alle total entspannt. Warum soll das nicht auch in Deutschland gehen? 3. Finde ich noch ein Beispiel in genau der Situation? Mein Kind sollte nicht früher schlafen.. weil wir dadurch, dass er noch so lange wach ist so viel Kuschelzeit haben. Und eigentlich ist das doch soooo schön. Mir fällt auf, dass ich das um 19 Uhr auch noch total genieße und um 21 Uhr aber die Krise bekomme. Vielleicht einfach mal an den spanischen Zeiten orientieren anstatt an den deutschen? Mal ehrlich, wie lange wird das wohl noch so sein? Mir ist absolut klar, dass eine Zeit kommen wird, in der ich das MEGA vermissen werde. Da wird mein Kind viel zu cool sein um mit mir zu kuscheln. Da wird es uncool sein Mamas Hand zu halten. Und mit ihr in einem Bett schlafen? Undenkbar! Ich mache mir das also nochmal bewusst und will auch darauf die nächsten Tage meinen Fokus legen.

Umkehrung 3: Mein Kind sollte früher aufstehen. Wie kann das in dieser Situation auch wahr sein?

1. Wenn ich es ausweite: Klingt das auch erstmal logisch. Wenn mein Kind morgens früher aufstehen würde, würde es abends früher ins Bett gehen. Denkste! Mein Kind steht morgens um 7 Uhr auf. Wenn er lange schläft ist das mal bis um 8 Uhr! Wie früh denn bitte noch? Dieses Beispiel fühlt sich für mich eher nach Stress an. Und jemanden wecken, der selig schläft ohne das es dafür eine Notwendigkeit (Schule, Kindergarten, sonstige Verpflichtungen) gibt, widerspricht auch meinen Werten. Ich gebe der Umkehrung aber trotzdem eine Chance und lasse mich mal überraschen, ob da nicht noch mehr kommt. 2. Achja! Das habe ich gerade erst irgendwo gelesen. Wenn man nach 20 Minuten noch nicht eingeschlafen ist, soll man wieder aufstehen, was anderes machen und es später wieder versuchen. Das kann sonst zu Schlafstörungen führen. War ein Tipp für Erwachsene mit Schlafstörungen. Und warum sollte das bei Kindern anders sein? Das wäre doch auch mal ein Versuch wert. Da mir kein weiteres Beispiel mehr einfällt, nehme ich mir die nächste Umkehrung vor.

Umkehrung 4: Mein Kind sollte später schlafen.

1. Wenn er offensichtlich nicht müde ist. Dann sollte ich meine Konzepte von „früh“ und „spät“ überdenken und „von richtigen Uhrzeiten“ und mein Kind stattdessen dann ins Bett bringen, wenn es müde ist.

2. Damit ich merke, dass mein Kind nicht schlafen muss, damit ich all die Dinge erledigen kann, die ich noch machen muss. Neulich erst habe ich an seinem Bett ein Coaching gegeben. Es war nach 21 Uhr, er hat immer noch nicht geschlafen und ich habe keine andere Möglichkeit gesehen, da ich den Termin auch nicht absagen wollte. Also habe ich mein Headset genommen, das mit der Kundin abgeklärt und saß im Dunkeln an seinem Bett. Hab seine Hand gehalten und währenddessen meine Kundin durch ihre Work begleitet. Das hat super funktioniert. Nach 15 Minuten hat er tief und fest geschlafen. Vielleicht sollte ich häufiger mit meiner beruhigenden „Coaching“ Stimme über für ihn irrelevante Dinge reden damit er einschläft. Ich hab das auch schon mit Business Calls mit meinem Chef gemacht. Hat auch geklappt. 3. Ich habe auch schon an seinem Bett mit meinem Tablet gelesen oder übers Handy Hörbücher gehört. Das hat auch super funktioniert. Da war es mir auch egal, wieviel Uhr es ist und wie lange ich hier schon sitze. Mir wird klar, solange ich dafür sorge dass ich es bequem habe, mir nicht langweilig wird und mein Gehirn anderweitig beschäftigt ist, habe ich überhaupt kein Problem damit wann mein Kind schlafen geht. Dann kann ich beides kombinieren. Dann ist es mir egal, dass die Gesellschaft mir (und anderen) immer wieder suggeriert, dass ich nur etwas für mich tun kann, wenn mein Kind schläft oder anders versorgt wird. Ich muss mein Kind dafür aber gar nicht ausgrenzen.

4. Damit ich merke, dass ich die Befriedigung meiner eigenen Bedürfnisse schon wieder den ganzen Tag auf Abends geschoben habe. Wenn ich das nämlich tagsüber mit einbaue, bin ich abends überhaupt nicht an dem Punkt, dass meine Akkus so leer sind, dass ich solche Situationen nicht mehr meistere. Wenn ich auch tagsüber immer wieder für kleine Pausen sorge, das Hörbuch schon beim Kochen anhabe, auf dem Klo Minimeditationen mache (ja, als Mama von zwei kleinen Kindern muss man erfinderisch sein), mit den Kindern zusammen Sport mache und das Geschirr schon in der Spülmaschine ist, bevor ich die Kinder ins Bett bringe, dann bin ich einfach viel entspannter. Dieses Bewusstsein lässt mich richtig aufatmen. Ich habe also doch noch Selbstkontrolle.

Meine Übungen für die nächsten Tage sind klar: – kleine Pausen im Alltag – Fokus auf Kind & Zeit für mich in Kombination – nach 20 Minuten erfolglosem Einschlaf-Versuchen kurze Pause – 30-60 Minuten früher aufstehen und diese Zeit nur für mich nutzen. Buch lesen, Serie anschauen, … Achja.. klingt für mich echt entspannend. Ich freue mich auf das Experiment.

Wie sind deine Erfahrungen? Hast du Mit-Worken können? Schreib mir gerne oder hinterlasse mir einen Kommentar. 😊 Ich freue mich über jedes Feedback. Wenn du auch zukünftige Blogartikel nicht verpassen willst, trage dich am Besten gleich für meinen Newsletter ein.

Herzensgrüße ♥
Deine Nicole

Bild von Nadine Doerlé auf Pixabay.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.